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Eigenheim im Alter verkaufen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?


Die Kinder sind ausgezogen, der Garten wird zur Arbeit und die Treppe in den ersten Stock fühlt sich jedes Jahr etwas steiler an. Die meisten Eigentümer wissen, dass der Verkauf irgendwann ein Thema wird. Die Frage ist nur: wann? Unsere Erfahrung zeigt, dass der beste Zeitpunkt fast immer früher liegt, als man denkt.

Wer selbst entscheidet, verkauft besser

Viele Verkäufe im Alter passieren unter Druck: nach einem Spitalaufenthalt, wenn die Bank die Finanzierung neu beurteilt oder wenn ein Umzug plötzlich unumgänglich wird. Unter Zeitdruck lassen sich weder der Käufer noch die neue Wohnung in Ruhe auswählen. Wer zwischen 60 und 70 aktiv plant, verkauft zu seinen eigenen Bedingungen und hat noch die Energie, das neue Zuhause mitzugestalten.

Fünf Signale, dass Sie sich jetzt damit befassen sollten

  1. Ihre Pensionierung steht bevor.
    Mit dem Eintritt ins Pensionsalter sinkt das Einkommen oft deutlich. Banken prüfen dann die Tragbarkeit neu. Dabei rechnen sie nicht mit dem aktuellen Hypothekarzins, sondern mit einem kalkulatorischen Zins von rund 5 Prozent, zuzüglich Unterhalt und Nebenkosten. Diese Kosten sollten nicht mehr als einen Drittel Ihres Einkommens ausmachen. Wird diese Grenze überschritten, kann die Bank eine Amortisation verlangen.
  2. Grössere Investitionen stehen an.
    Heizung, Fenster oder Dach müssen in den nächsten Jahren ersetzt werden? Dann lohnt sich die Frage, ob Sie diese Investition noch selbst tragen möchten oder ob der Verkauf die bessere Lösung ist. Für grosse Sanierungen vor dem Verkauf raten wir in den meisten Fällen ab: Käufer möchten ihr Eigenheim nach eigenen Vorstellungen erneuern.
  3. Ein Teil des Hauses steht leer.
    Kinderzimmer, die nur noch als Abstellraum dienen, verursachen Kosten und Arbeit, ohne Ihnen etwas zu bringen.
  4. Haus und Garten werden zur Belastung.
    Wenn Sie Aufgaben rund ums Haus zunehmend auslagern müssen, ist das ein klares Zeichen.
  5. Ihre Hypothek läuft aus.
    Der Ablauf einer Festhypothek ist ein idealer Moment für einen Verkauf, weil keine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt.

Die Steuern im Blick behalten

Beim Verkauf wird auf dem Gewinn die Grundstückgewinnsteuer fällig. Im Kanton Zürich sinkt diese mit zunehmender Besitzdauer und reduziert sich nach 20 Jahren um die Hälfte. Wer lange im eigenen Haus gewohnt hat, profitiert also bereits von der maximalen Ermässigung. Kaufen Sie danach wieder selbstgenutztes Wohneigentum, kann die Steuer zudem aufgeschoben werden.

Die Familie früh einbeziehen

Ein Hausverkauf ist selten nur eine finanzielle Entscheidung. Oft sind Erinnerungen und Erwartungen der Kinder damit verbunden. Sprechen Sie das Thema früh offen an. Das verhindert Missverständnisse und schafft Klarheit, bevor wichtige Entscheidungen anstehen.

Häufige Fragen

Muss ich meine Hypothek bei der Pensionierung zurückzahlen?

Nicht zwingend. Die Bank prüft, ob die Belastung mit Ihrem Renteneinkommen noch tragbar ist. Ist sie das nicht, verlangt sie meist eine Teilamortisation.

Kann ich verkaufen und trotzdem im Haus wohnen bleiben?

Ja, zum Beispiel über ein Wohnrecht, eine Nutzniessung oder eine Rückmiete. Diese Varianten haben unterschiedliche Folgen, die sorgfältig geprüft werden sollten.

Wie lange dauert ein Verkauf?

Rechnen Sie ab Vermarktungsstart mit drei bis sechs Monaten bis zur Beurkundung. Planen Sie zusätzlich Zeit für Ihre neue Wohnsituation ein.

Ihr nächster Schritt

Wir besprechen mit Ihnen unverbindlich Ihre Situation, schätzen den Wert Ihrer Liegenschaft und zeigen Ihnen, welcher Zeitpunkt für Sie sinnvoll ist. Seit 1982 kennen wir den Immobilienmarkt rund um Dietikon und begleiten Sie persönlich vom ersten Gespräch bis zur Schlüsselübergabe.